Selbst­ständigkeit: Die 10 wichtigsten Tipps

Selbstständigkeit

Hab keine Angst vor dem Versagen

Jeder zweite deutsche Gründer gab in der Vergangenheit an, dass er Angst vor dem Scheitern hat. Mach dich frei davon. Angst ist ein schlechter Berater und Misserfolge sind erlaubt. Wer definiert überhaupt, was Erfolg ist und was nicht? Setz dir deine Ziele und miss dich daran. Bei jeder Herausforderung lernst du neues und gewinnst wertvolle Erfahrungen.

 

Sollte etwas schiefgehen, beginnst du von vorn. Nur dieses Mal besser vorbereitet. Analysiere die Fehler, um daraus zu lernen und erstelle dir eine Liste, mit all deinen Erfolgen, positiven Eigenschaften und Abschlüssen. Wenn du dich selbst nicht gut genug einschätzen kannst, frag andere. Was macht dich aus? Bewahre dir diese Notizen immer als Motivationsstütze auf.

 

Essenziell: Glaub an dich. Egal, was andere über deine Idee denken, du selbst musst überzeugt sein. Und mal ehrlich: Wenn du am Ende beschließt, deine Selbst­ständigkeit an den Nagel zu hängen und zurück in eine Anstellung zu wechseln, ist auch das völlig in Ordnung. Dir kann also fast nichts passieren.

Vertrau dich Freunden an

Sprich mit Familie und Freunden unbedingt über deine Pläne. In der Selbst­ständigkeit kann es schnell passieren, dass du auf ihre Hilfe angewiesen bist. Solltest du zum Beispiel Verant­wortlichkeiten wie Kinderbetreuung etc. haben, kläre das ab. Deine Arbeitstage können zukünftig länger und unplanbarer werden.

 

Auch finanzielle Engpässe oder Unter­stützung der unterschiedlichsten Art können zukünftig ein Thema sein. Selbst wenn du niemanden mit deiner Entscheidung für die Selbstständigkeit belasten oder involvieren willst, sollte dein Umfeld Bescheid wissen.

Versichere dich

Behalte als Selbst­ständiger sowohl deine persönlichen als auch die betrieblichen Risiken im Blick. Für deine private Absicherung sind vor allem die eigene Kranken­versicherung sowie eine Berufs­unfähigkeits­versicherung relevant. Die Kranken­versicherung ist sogar gesetzlich vorgeschrieben.

 

Du hast die Qual der Wahl: Als Selbstständiger kannst du dich privat versichern oder aber freiwillig für eine gesetzliche Kranken­versicherung entscheiden. Zusätzlich solltest du dich über Krankengeld gegen Verdienst­ausfall bei Krankheit erkundigen. Ziehe außerdem eine Unfall-, Renten- oder freiwillige Arbeitslosen­versicherung in Betracht.

 

Sobald es an dein Business geht, gilt es relevante Risiken abzuwägen – und dich dagegen abzusichern. Dafür kommen unter anderem eine Betriebshaftpflicht-, eine Vermögens­schaden­haftpflicht-, eine Geschäftsinhalts- oder eine Cyber-Versicherung infrage. Auch eine Rechtsschutz­versicherung kann sinnvoll sein.

Kenne die wichtigsten Steuerfristen

Halte dich als Selbst­ständiger unbedingt an die Fristen der Finanzämter. Denn: Verpasst du einen Abgabetermin, droht ein Verspätungs­zuschlag. Nur ein Beispiel: Die Einkommenssteuer für Selbstständige ist eine Jahressteuer, die mit einer Frist bis zum 31. Juli des Folgejahres gezahlt werden muss. Die Frist kann schriftlich bis zum 30. September verlängert werden. Lässt du einen Steuerberater deine Steuererklärung machen, gilt als Abgabetermin sogar erst der 31. Dezember des Folgejahres.

 

Sobald du dein Unternehmen angemeldet und die ersten Gewinne erzielt hast, können auch Vorauszahlungen auf dich zukommen. Hierbei sind für jedes Quartal die Fristen zu beachten. Für das erste Quartal handelt es sich um den 10. März, es folgt der 10. Juni und in der zweiten Jahreshälfte sind die Vorauszahlungen jeweils zum 12. September und 12. Dezember zu entrichten.

 

Wer spätestens 14 Monate nach Ablauf des Steuerjahres seine Einkommens­steuer­erklärung nicht abgegeben hat, kann zu einem Versäumniszuschlag von 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer je angefangenen Monat verdonnert werden. Ferner darf das Finanzamt ein Zwangsgeld sowie einen Schätzbescheid erheben.

 

Neben der Einkommens­steuer können für dich zukünftig die Fristen für Umsatz-, Lohn-, Kapitalertrags- oder Gewerbe­steuer wichtig werden. Beschäftigst du Angestellte spielen die Sozial­versicherungs­beiträge eine wichtige Rolle, beim Besitz von Grundstücken musst du mit der Grundsteuer planen.

Beratung

Such dir kompetente Unterstützung

Für Existenzgründer gibt es zahlreiche kostenlose Beratungsangebote. Die Tendenz ist steigend. Wende dich dafür zum Beispiel an deine örtliche Beratungsstelle der Bundesagentur für Arbeit. Oder recherchiere beim Bundesministerium für Wirtschaft nach passenden Ansprechpartnern. Auch die Universitäten sowie Industrie- und Handelskammern bieten Unterstützung für Gründer an.

 

Das Beste: Die Beratungsangebote sind so gut wie immer kostenfrei. Von den Experten erfährst du auch, wie du etwa den staatlichen Gründungszuschuss beantragen kannst und welche weiteren finanziellen Fördermöglichkeiten es gibt.

Leg Geld beiseite

Startkapital kann zum A und O für deine Existenzgründung werden. Es ist wichtig, eine Rücklage zu haben, wenn es nicht direkt rund läuft. Je höher dein finanzielles Polster ist, desto gelassener kannst du dein Projekt „Selbstständigkeit“ angehen. Grob gerechnet sollte dein Eigenkapital die Höhe von rund 15 Prozent der gesamten Anfangs­kosten für dein Start-up betragen.

 

Dein angespartes Kapital kann so notwendige Ausgaben wie Steuern, Personal- und Miet­kosten sowie Versicher­ungen abdecken. Bevor du in die Selbst­ständigkeit startest, sorge also immer für finanzielle Rücklagen. Dafür sollten zuerst staatliche Förderungen infrage kommen, an nächster Stelle Unterstützer im Freundes- und Familien­kreis und erst in letzter Instanz Bank­kredite. Denn: Kredite bedeuten immer auch Abhängig­keiten und Verpflicht­ungen. Wenn du diese vermeiden kannst, umso besser.

Bleib in Kontakt mit den Behörden

Als Selbstständiger wirst du auf verschiedene Behörden und deren Mitarbeiter angewiesen sein. Deswegen gilt: Bleib stets in freundlichen Kontakt mit deinen zuständigen Mitarbeitern. Dein wichtigster Ansprechpartner wird das Finanzamt sein.

 

Behördliche Genehmigungen gehören von jetzt an zu deinem Alltag. Meldest du ein Gewerbe an, wird dein zuständiges Gewerbeamt eine wichtige Rolle spielen. Stellst du Arbeitnehmer an, stehen sofort Anmelde­formalitäten bei Kranken- und Rentenversicherung sowie bei der Berufsgenossenschaft und dem Arbeitsamt an.

 

Auch hierbei helfen dir Gründerberatungen weiter. Für bestimmte Unternehmensformen solltest du auch über einen guten Steuerberater nachdenken – und zumindest ein Erstgespräch in Anspruch nehmen, um notwendige Schritte auszuloten.

Hör nie auf zu fragen

Bleib neugierig. Mach dich immer wieder schlau, was aktuell zählt, was sich in punkto Business wandelt. Auf Online-Plattformen wie LinkedIn oder Xing findest du berufliche Themen und Entwicklungen.

 

Ganz wichtig: Sprich mit Personen, die sich auskennen. Es gibt keine dummen Fragen. Auf Conventions und Konferenzen findest du die passenden Ansprechpartner für deine Geschäftsidee. Bau dir ein Netzwerk auf und bleib keinesfalls allein mit deinen Visionen. Such dir Verbündete und bringt euch so gegenseitig nach vorn.

Mach Werbung

Ohne Werbung keine Kunden. Wenn niemand von deiner grandiosen Geschäftsidee erfährt, wird dein Start-up kläglich scheitern. Die beste Werbung bleibt die Mund-zu-Mund-Propaganda. Zufriedene Kunden sind dein höchstes Gut. Sorg dafür, dass sie glücklich sind und dich weiterempfehlen.

 

Für dein Wachstum solltest du dringend eine PR-Strategie entwerfen. Zuallererst wirbst du natürlich mit deiner eigenen Website. Was den Medienkontakt betrifft, startest du am besten auf lokaler Ebene und kontaktierst Zeitungen sowie Radiosender vor Ort. Spricht dein Start-up vor allem regionale Kunden an, kannst du über Flyer-Wurfsendungen nachdenken. Weiterhin solltest du Onlinewerbung, zum Beispiel in Form von Social-Media-Kampagnen, in Betracht ziehen.

Wechsel die Perspektive

Der wichtigste Tipp zum Schluss: Hör nie auf, aus Sicht deiner Kunden und Nutzer zu denken. Was für dich als Unternehmer und Anbieter deiner Produkte völlig logisch erscheint, kann Außenstehende hilflos zurücklassen. Frag Externe, ob sie deine Inhalte, Werbeslogans und Co. verstehen.

 

Tausche gelegentlich die Sichtweise des Unternehmers mit der des Kunden. Was fehlt dir? Welche Bedürfnisse kannst du mit deinem Angebot bzw. deiner Werbung noch stillen? Versetz dich in dein Gegenüber.

Wusstest du schon?
Fakten zu Selbstständigen in Deutschland

  • mehr als 4 Millionen Deutsche sind derzeit selbstständig, jeder zweite arbeitet als Soloselbst­ständiger

 

  • fast zwei Drittel der Selbst­ständigen in Deutschland sind Männer

 

  • rund 77 Milliarden Euro an Einnahmen erzielten Selbst­ständige 2015 in Deutschland

 

  • die wenigsten Selbst­ständigen wurden bisher in den Branchen Information und Kommunikation sowie Land- und Forstwirtschaft gezählt

 

  • die meisten Selbst­ständigen erbringen wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, darauf folgt der Handel

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